Der Hospizverein gründet Stiftung im Jubiläumsjahr 2012


Als sich vor 20 Jahren ein Kreis von Damen um die Bestatterin Brigitte Naethe zur Gründung eines Hospizvereins unter dem Vorsitz von Erika Hobohm zusammenfand, gehörte zu den längerfristigen Zielen auch die Einrichtung eines stationären Hauses in dem anders als in anonymen Krankenhäusern und High-Tech-Kliniken, den Sterbenden neben der medizinischen bis zuletzt auch eine psychologische, mentale und schmerztherapeutische Betreuung im Kreise ihrer Angehörigen zuteil werden sollte. Zunächst jedoch wurde ein ambulanter Hausbetreuungsdienst aufgenommen, der Schwerstkranke, Angehörige und Pflegepersonal bei der Pflege unterstützte. Dieses Angebot wurde gut angenommen, so dass der Verein finanziell und personell bis in die Mitte des letzten Jahrzehnts stetig wuchs, seine Arbeit und die Ausbildung der Begleiter aus  dem Spendenaufkommen sichern und daneben Rücklagen für den Bau eines stationären Hauses bilden konnte. Es wurde eine Geschäftsstelle in der Walsroder Straße eingerichtet und 2010 eine hauptamtliche Koordinatorin für den Einsatz der ehrenamtlichen Begleiter und deren Aus- und Fortbildung eingestellt.

Als mit den gesetzlichen Neuregelungen Schwerstkranke das Recht auf eine Sterbegleitung erhielten und  den gewerblichen Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen bei entsprechender Zusatzausbildung ihres Personals für Sterbegleitungen Zuschüsse von den Krankenkassen zugestanden wurden, begannen die Zahlen im Hospizverein zu stagnieren, seither wachsen die Zahl der Begleitungen und einhergehend damit auch das Spendenaufkommen langsamer. Das Ziel der Gründerdamen rückte in weite Ferne und die fiskalische Realität des sog. ‚zeitnahen Mittelverbrauchs’ in gemeinnützigen Vereinen holte den Hospizverein ein – der Bau eines stationären Hospizes ist mit den vorhandenen Mitteln nicht mehr zu verwirklichen – die Alternative, eine Rückabwicklung der Spenden und der Verlust der Gemeinnützigkeit, ebenso wenig. Wohlgemerkt, der Verein ist durch diese Entwicklung mehr denn je auf Spenden angewiesen, wenn er weiterhin gegenüber den professionellen gesundheitsmedizinischen Einrichtungen bestehen will.

Die Hospizler nennen es ‚Sterbekultur’: Überkonfessionelle und kontinuierliche Begleitung ohne den Druck von Zeit oder Institutionen in der häuslichen Umgebung zusammen mit den Angehörigen; das ermöglicht ein gebührendes Sterben in Würde.
Der Verein hat deshalb im Jubiläumsjahr seines 20jährigen Bestehens nach reiflicher Überlegung beschlossen, den Betrag, der die Liquiditätsreserve von zwei Geschäftsjahren übersteigt, in eine selbständige Stiftung einzubringen aus deren Erträgen künftig die Hospizarbeit in Langenhagen weiter gefördert wird, nachdem im vergangenen Jahr daraus auch schon ein namhafter Betrag als Zustiftung in die Hospizstiftung Niedersachsen zur Förderung der Hospizarbeit auf Landesebene gegeben werden konnte.


Foto: Dominik Flinkert,
Nordhannoverschen Zeitung
Die neue Stiftung ist zugleich auch Würdigung und Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz der Vereinsgründer, einer effektiven Haushaltsführung und aller ihrer Initiativen zur Erhaltung des Vereins.
Der Verein, als Gründer der Stiftung, hat seinen ehemaligen langjährigen Vorsitzenden, Pastor Burkhard Straeck, als Vorstandsvorsitzenden eingesetzt, stellvertretend Frank Sporleder, der zugleich 1. Vorsitzender im Verein ist; zu Kuratoren wurden Brigitte Naethe, Caroline von Blanckenburg, Barbara Reißig und Jörg Kleczka berufen.

Der Verein hat die Stiftungsgründung in seiner Jahreshauptversammlung am 08. März im Anna-Schaumann-Stift erstmals öffentlich bekannt gegeben, die konstituierende Sitzung der Stiftungsgremien hat zeitnah in den Räumen der Geschäftsstelle des Vereins in der Walsroder Straße 162 stattgefunden, die zugleich Sitz der Stiftung war und von da aus das Vermögen weiterhin verwaltete. Ende 2014 zog die Stiftung zusammen mit dem Hospizverein in die Walsroder Straße 65 um.

Mittlerweile ist Frank Sporleder  in die Doppelfunktion des 1. Vorsitzenden der Stiftung und des Hospizvereins Langenhagen eingetreten. Pastor Burkhard Straeck nimmt die Funktion eines Kurators in der Stiftung wahr.

Wer die Hospizarbeit in Langenhagen kennen lernen möchte, kann dort gerne vorbeischauen oder sich unter http://www.hospiz-langenhagen.de informieren und über die Mail-Anschrift  info@hospiz-langenhagen.de weitere Unterlagen anfordern. Wer die Hospizarbeit durch Mitarbeit oder durch eine Spende unterstützen möchte, findet auf der Homepage nicht nur die Kontonummern des Vereins und der Stiftung, sondern auch das Beitrittsformular des Vereins.

Eine ‚Zustiftung’ erhöht direkt den Stiftungsstock, eine ‚Spende an die Stiftung’ kann auf Beschluss des Kuratoriums für den Verein oder einen, dem Hospizgedanken nahe stehenden Zweck verwendet werden; mit einer ‚Spende auf das Konto des Vereins’ wird die Vereinsarbeit unmittelbar gefördert; Überschüsse des Vereins wiederum fließen zurück in den Stiftungsstock. Eine steuerwirksame Spendenbescheinigung erhält der Spender in jedem Falle.


Vorstand, Verwalter und Kuratoren der Stiftung
v.l.n.r. Frank Sporleder, Burkhard Straeck, Gerhard Friebe, Brigitte Naethe,
Barbara Reißig, Caroline v. Blanckenburg, Jörg Kleczka

Foto: Dirk Lange, ECHO


Zuwendungen an die Hospizstiftung:

Hospizstiftung Langenhagen
Evangelische Bank
IBAN:  DE95 5206 0410 0006 6030 25
BIC:     GENODEF1EK1
Verwendungszweck: ‚Spende’ oder ,Zustiftung’
Alle Zuwendungen sind steuerwirksam gem. § 53 Abgabenordnung.


Spenden für den Hospizverein Langenhagen e.V.:

Hospizverein Langenhagen e.V.
Sparkasse Hannover
BLZ 250 501 80
Kontonummer  0 002 041 580
IBAN: DE26 2505 0180 0002 0415 80
BIC-/SWIFT- Code: SPKHDE2HXXX
Verwendungszweck: ‚Spende’
Alle Zuwendungen sind steuerwirksam gem. § 53 Abgabenordnung.

Hospizverein Langenhagen e. V. - Walsroder Straße 65 - 30851 Langenhagen - 0511 / 9402122